Bild: canva (Oleg Kovtun)

Tierisches

Kürzlich machte ich mal wieder einen Besuch auf dem Friedhof.

Ich hatte eine Tüte mit Erdnüssen dabei, weil es dort viele Eichhörnchen gibt.

Ich legte meine Blümchen hin und setzte mich dann auf eine Bank.

Wie immer gefiel mir dieser Platz so gut, Ruhe, die schönen Kiefern, der Rasen rundum. Hier kann man innehalten und mal gar nichts tun und einfach dasitzen.

Dann holte ich meine Tüte mit den Erdnüssen hervor und verstreute die Nüsse um mich herum.

Noch hatte ich kein Eichhörnchen gesehen, merkwürdig, na, sie werden schon noch kommen, dachte ich. Da bemerkte ich, dass mich eine Krähe aus einiger Entfernung beobachtete. Sie hüpfte zu der ihr am nächsten liegenden Nuss.

Oje, das war ja so nicht gedacht! Aber sie pickte die Nuss nicht auf, sondern hüpfte zum nächsten Fundort und beäugte die Nuss mit schräggelegtem Köpfchen.  Das machte sie bei allen anderen Fundstellen. Hatte die Krähe mich beim Nusswerfen doch genau beobachtet! Kluges Tierchen! Sie kam aber nicht näher. Mir wurde nun allmählich kalt und ich machte mich auf den Rückweg. Als ich mich nochmal umdrehte, war die Krähe immer noch da, vielleicht hat sie die Nüsse gezählt? Krähen sind doch sehr schlau?

Wer nun die Nüsse letztendlich erwischt hat, Eichhörnchen oder Krähe oder beide, bleibt ein Rätsel.

Ganz kurz ist meine nächste Geschichte:

Ich saß an meinem Schreibtisch, als ich aus dem Fenster blickte und unten im Gras etwas zappelndes Grünes bemerkte, ein Vogel, der anscheinend nach Würmern oder so, wühlte. Da leuchtete ein roter Fleck! Tatsächlich war es ein Grünspecht. Es gelang mir ein kurzes Video aufzunehmen. Zwar ist es nicht sehr scharf, aber doch zu erkennen. Toll! Aber kurz darauf flog der Specht auf und verschwand im dichten Laub des nächsten Baums.

Und nun noch was zum Schmunzeln:

Wieder saß ich an meinem Schreibtisch, wollte was tun, wusste aber nicht richtig was, als eine Bewegung im Baum schräg gegenüber mich aufmerksam machte.

Es war schon später Herbst, die meisten Bäume hatten schon ihre Blätter verloren.

Da saß doch ein Huhn im Baum, ziemlich weit oben, rostbraunes Gefieder, typische Hühnerfarbe. Das gibt’s doch nicht!  Es zappelte hin und her, hing es vielleicht mit einem Fuß in einer Astgabel? Die Kita nebenan hat weiter hinten auf dem Grundstück einen kleinen Hühnerhof, aber der ist eigentlich ein- und überzäunt, wie konnte das Huhn ausbüxen?

Das Huhn musste auf jeden Fall gerettet werden!

Als ich drauf und dran war zur Kita rüberzugehen und Bescheid zu geben und die Rettung einzuleiten, hatte ich die glorreiche Idee, doch zunächst mal durch ein Fernglas zu schauen. Zum Glück, ich hätte mich ganz schön blamiert, denn das „Huhn“ war nichts anderes als ein paar Blätter, die den Winden bisher standgehalten hatten. Aber es sah wirklich echt aus!

 

Über diemitHut

Avatar-FotoIch heiße Ingrid, gehöre zu den Ü-Achtzigern, alleinlebend, nicht immer einfach. Den ganzen Tag mit der Katze reden, das ist nicht so das Wahre. Deswegen ist es wichtig für mich, den Kontakt zu meinen Freunden und Bekannten zuhalten. Über meine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit für den Freundeskreis für Suchtkrankenhilfe fand ich zu Kiss und zum Kiss-Magazin, jetzt Blog. Ich habe schon immer gerne "gedichtet", meine -zigseitigen Aufsätze in der Schule waren legendär. Meine Geschichten haben oft einen wahren Hintergrund, andere sind einfach frei fabuliert und meine Elfchen sind oft Zwölfchen. Ich liebe meine Tochter! Ich liebe meine Katze! Ich liebe das Leben!