„Miteinander…“ – es gibt kaum ein Wort, das das Wesen der Selbsthilfe besser beschreiben könnte. Eigentlich trifft es den Kern der Sache sogar eher, als es das (Schlag-)Wort „Selbsthilfe“ kann. Wer zunächst akzeptiert hat, dass sie*er das Miteinander einer Gruppe braucht, um sich helfen zu können (sich helfen zu lassen), wird erfahren, wie wertvoll dieses Miteinander ist. Unabhängig davon, mit welchem Problem sie*er alleine nicht zurechtkommt.
So merkwürdig es klingt: Wenn jede*r sich tatsächlich „selbst“ helfen könnte, wäre Selbsthilfe schlicht überflüssig. Das war schon immer so, das ist jetzt so und das wird auch so bleiben.
Entscheidender sind demnach wohl die nächsten beiden Wörter: „…ist jetzt“. Sie richten sich nämlich an die Vielen, die zwar schon lange, aber vergeblich versucht haben, als „Einzelkämpfer*innen“ mit ihren Schwierigkeiten fertig zu werden.
Die Feststellung:
- Ihr seid mit Eurem Problem nicht alleine.
Der Appell:
- Gesteht Euch ein, dass Ihr alleine nur jämmerlich wenig Chancen habt, an eurer Lebensqualität, an eurer Lebensfreude etwas zu verbessern. Macht Euch doch einfach auch die Erfahrungen anderer zunutze!
Die Versprechen:
- Schon alleine, über Probleme reden zu können, wird euch bestimmt Erleichterung schaffen. Hinzu kommt noch die Gewissheit, dass das Gesagte innerhalb der Gruppe bleibt und nicht „herumgetratscht“ wird.
Jedes Gruppenmitglied hat eine andere Art und Weise, mit ihrem*seinem Problem umzugehen. Ihr könnt euch aus diesen vielen Wegen eine Kombination zusammenbasteln, die für euch passt. Wahrscheinlich findet ihr sogar das eine oder andere, das euch von selber gar nicht eingefallen wäre.