Bild: gettyimages (finwal)

Wer Freunde sucht.

Wer Freunde sucht, ist sie zu finden wert. Wer keine hat, hat keine begehrt. Diese Worte wurden mir in mein Poesiealbum geschrieben von zwei Lehramtsanwärterinnen, die damals an meiner Schule ein Praktikum absolvierten. Das war im Jahr 1955. Dieser Spruch bekümmert mich noch heute. Denn ich hatte keine Freundinnen in der Schule, und hätte doch […]

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Bild: Ankh

Zwischen Nonnenschleier und Mittelscheitel – Mein Start ins bunte Kindergartenleben

Irgendwann war es so weit. Meine Eltern hielten es für an der Zeit, dass ich „unter Leute“ kam – oder besser gesagt: in den Kindergarten. Es war der Kindergarten St. Josef in Kamp-Lintfort, ein Haus mit Geschichte, mit Tradition, mit… Nonnen! Ich war vielleicht vier Jahre alt, als meine Mutter mich zum ersten Mal dort […]

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Bild: Ankh

Petticoat und Lackschuhe

Der Sommer kündigte sich früh an in jenem Jahr, in dem ich sechs werden sollte. Die Sonne legte goldene Muster auf den Fußboden unserer Wohnung in der Zeppelinstraße, und ich spürte, dass etwas in der Luft lag. Ein Neuanfang. Für mich, für uns alle. Ich war endlich meine Schiene los – so nannten wir Polio-Kinder […]

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Spaziergänge

Ich soll einen Spaziergang beschreiben, hm, ist das nicht langweilig? Während ich noch so grübelte, kamen mir die vielen anderen Spaziergänge in den Sinn, die ich in meinem Leben schon erlebt und mitgemacht habe. Schön waren die Spaziergänge, die mein Flensburger Opa machte. Er hielt keinen Mittagsschlaf nach dem Essen, sondern schnürte seine Stiefel und […]

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Bild: pexels.com (Artem Saranin)

Mein zweiter Vorname

Sicher geht es auch vielen anderen wie mir, mit einem Namen, der nicht nur selten ist, sondern auch anders ausgesprochen als geschrieben wird. Hier im Blog möchte ich meinen zweiten Vornamen verwenden, der all die Jahre nur in offiziellen Dokumenten stand. Solveigh – Sonnenweg oder Die Herrin des Hauses. Ausgesprochenen wird er: „Solway.“ Ich erinnere […]

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Bild: unsplash.com (Daiga Ellaby)

Für alle Zeit

Diese Woche werden es 11 Jahre. 11 Jahre, seitdem Du gegangen bist. Im vorherrschenden Zeitbegriff eine lange Zeit. Nicht für die Zurückgebliebenen. Nicht für die, die mit dem Verlust klarkommen müssen. Nicht für mich. Dein Tod hat den Zeitbegriff ausgehebelt. Sie sind noch da, die Gefühle von damals. Die Ohnmacht ist konserviert. Für alle Zeit. […]

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